Abschluss
Knapp vier Wochen war unser Team in den Weiten Südafrikas unterwegs und knapp vier Wochen hat jeder im Team gehofft, dass heute der Tag sein möge. Der Tag an dem wir endlich den Rekord knacken würden. „Wir“, auch wenn letztendlich nur ein Pilot den Rekord geflogen hätte - „wir“, das Team. Daraus wurde leider nichts, die Geschichte und ihr Ende sind bekannt. Die Kurzversion: Wir haben es versucht und nicht geschafft.
Die ausführlichere Version: Um 7:30 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, zwischen 8 und 9 Uhr wählten wir unseren Abflugort und zwischen 9 und 10:30 Uhr fuhren wir zum Startplatz um spätestens um 12 Uhr in der Luft zu sein. Meist kamen die Piloten nach einem oder zwei Versuchen in die Luft, manchmal flogen sie auf und davon, manchmal landeten sie bereits nach 10 Minuten. Das Wetter war, ohne eine Ausrede suchen zu wollen, an keinem Tag ein rekordtaugliches Wetter. Walter, unser Schleppfahrer, warnte uns bereits einen Monat vor der Abreise: „Es sieht nach einem verdammt nassen Sommer aus. Verschiebt das Ganze wenn möglich“ Wir konnten und wollten zu diesem Zeitpunkt aber das Projekt nicht mehr absagen, zuviel war bereits am Laufen. Und so flogen wir dennoch nach Kapstadt. Gingen dennoch nach De Aar und Copperton und flogen dennoch unsere Strecken. Und ja, es war ein toller Trip, mit einem tollen Team. Und ja, das nächste Projekt kommt bestimmt und diesmal, diesmal hat das Wetter einfach zu passen. Die Zeit bis dorthin werden wir aber erstmal sinnvoll nutzen und jedem Interessiertem noch einige Leckerbissen anbieten: In Kürze werden wir weitere Bilder in die Onlinegalerie stellen und auch an dem großen X-SA 2007-Video wird bereits fleissig gebastelt. Und dann gibt es da noch die Idee der Piloten Vorträge zu halten und ein wenig über ihre Abenteuer zu erzählen. Man darf gespannt sein.
Zurück in Kapstadt
Jetzt ist es nahezu amtlich, das Projekt X-SA 2007 ist beendet, gestern Nacht sind wir wieder in Kapstadt angekommen. Einzig Alfredo will es noch ein letztes Mal wissen, er blieb für eine weitere Nacht in Copperton um heute auf eigene Faust erneut auf Strecke zu gehen. Doch auch er wird morgen wieder in Kapstadt erwartet, er muss seinen Flieger in die Schweiz erwischen. Für einen Weltrekord hat es leider nicht gereicht (ausser Alfredo schafft heute noch das unmögliche), aber im Rückblick war unsere Reise dennoch ein grosser Erfolg. Wir haben interessante Menschen kennen gelernt, eine atemberaubend schöne Landschaft bereist, die Sonne genossen und tolle Flüge hingelegt. Kurzum: Es war ein klasse Erlebnis. Wir haben hart an dem Rekord gearbeitet, unglaubliches auf die Beine gestellt, und dass das Wetter uns dieses Mal nicht sonderlich gewogen war… gut, das liegt in der Natur der Sache, man kann vieles einplanen, manches einfach nicht. Ob das wohl unsere letzte Reise war?
Leiser Abschied
Wehmut steigt auf. Morgen Mittag werden wir wieder nach Kapstadt aufbrechen, sollte das Wetter gut sein, wohl erst am Abend, dann werden wir uns noch einmal auf die Socken machen für einen letzten Flug. Der heutige Tag war etwas durchwachsen, fliegerisch war kaum was drin, aber ein kühles Bier, warme Sonne und gute Stimmung lindern den Abschiedschmerz. Den letzten Tag will jeder von uns noch einmal in vollen Zügen geniessen.
Hoch und runter
Nach dem starken Gewitter der vergangenen Nacht war dem Team schon früh am Morgen klar, dass es heute ein schwerer Tag sein würde. Und tatsächlich kam keiner der Piloten, auch nach wiederholten Starts, wirklich weit. Doch das wollte der guten Laune keinen Abbruch geben, es wurde gefilmt wie der Teufel (freut euch schon auf eine Szene voller Matsch und Wasser), Fotos geschossen und Witze gerissen (”Ohne scheiss, die Landung im Busch war volle Absicht, ich wollte für ein wenig vorweihnachtliche Laune sorgen und ihn geschmackvoll dekorieren. War alles nur für die Kamera”). Am Samstag werden wir wieder nach Kapstadt aufbrechen, die Wettervorhersage bisdahin gibt nocheinmal Grund zur Hoffnung.